mannschaften
  verein     30-Jahr Feier     termine/news     Förderverein     nvb Jugendcup 2012     spielbetrieb     projekte     rss Feeds  
Minis
weibliche Jugend
männliche Jugend
männl. Jugend A1
männl. Jugend A2
männl. Jugend B1
männl. Jugend B2
männl. Jugend C1
männl. Jugend C2
männl. Jugend D1
männl. Jugend D2
männl. Jugend E1
männl. Jugend E2
männl. Jugend F1
Turnier der HSG Nachwuchsmannschaften (F-Jugend)
Minis
Damen
Herren
Allgemein:
Startseite
sidemap
gästebuch
downloads
links
kontakt
impressum
fehler melden

gn-online, 26.10.2011

Schwedische Trainer lernen von Jochen Fraatz

Nachwuchscoach der HSG mit Serdarusic bei Workshop in Göteborg – Treffen mit alten Bekannten

thumb

fh Nordhorn/Göteborg. Einst standen sie sich mit der HSG Nordhorn und dem THW Kiel in der Handball-Bundesliga gegenüber, am vergangenen Wochenende machten Ola Lindgren und Jochen Fraatz sowie Staffan Olsson, Stefan Lövgren und Noka Serdarusic gemeinsame Sache bei einem Workshop und Seminar für Trainer in Schweden. Thema: Training in der Weltklasse. Fraatz, der frühere Nationalspieler und einer der erfolgreichsten Torjäger der Bundesliga-Historie, leitete in Göteborg gemeinsam mit Serdarusic, dem einstigen Meister-Coach des THW, drei Trainingseinheiten am Sonnabend und Sonntag unter dem Oberbegriff individuelle Technik. Und während der einstige deutsche Weltklasse-Linksaußen von TuSEM Essen, der HSG Nordhorn und des TBV Lemgo, der als Erfinder des Drehers gilt, bei Techniken und Übungsformen für die Flügelspieler ganz in seinem Element war, brachte der kroatische Übungsleiter, der zuletzt 2010 Celje und die slowenische Nationalmannschaft betreute, die 60 Trainer zum Thema Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis auf den neuesten Stand.

„Wir wollten Input von Außen“, erklärt Lövgren, der einst beim THW als Spielmacher der verlängerte Arm von Serdarusic auf dem Feld war und heute Generalmanager des schwedischen Handball-Verbandes ist. Auf seine Initiative kamen 60 Trainer von schwedischen Spitzenmannschaften im Männer-, Frauen- und Jugendbereich zusammen, denen nicht nur die Trainingsdemonstrationen von Fraatz und Serdarusic geboten wurden. Auch aus anderen Sportarten gaben Referenten ihr Wissen weiter, zum Beispiel der frühere Weltklasse-Hochspringer Stefan Holm oder Mats Mejdevi, der Trainer der schwedischen Nationalriege im Turnen.

„Das war etwas ganz Neues für uns“, erklärt Lövgren, dass der Verband hier neue Wege geht. Die Schweden erhoffen sich, von Wissen und Erfahrungen ausländischer Handball-Trainer sowie von Aktiven aus anderen Sportarten zu profitieren. „Wir wollen andere Handball-Kulturen und Ansichten kennen lernen“, sagt Lövgren, der die Premiere absolut gelungen fand: „Aus unserer Sicht war das sehr, sehr erfolgreich. Das zeigen die positiven Rückmeldungen sowohl von den Trainern als auch von den Spielern.“ Fraatz und Serdarusic trainierten mit den „30 größten schwedischen Talenten“, wie Lövgren sagt, ausgesucht wurden die 17- bis 22 Jahre alten Nachwuchskräfte von Lindgren und Olsson, die gemeinsam die A-Nationalmannschaft ihres Heimatlandes betreuen.

„Das hat Spaß gemacht“, war auch Fraatz begeistert davon, mit Jugend- und Junioren-Nationalspielern sowie Talenten aus Vereinen der obersten Ligen des skandinavischen Landes arbeiten zu können. Wenn der Trainer der Nordhorner Oberliga-A-Jugend die Übungen erklärte, stand ihm sein früherer HSG-Kollege Lindgren als Dolmetscher zur Seite, während der Ex-Kieler Olsson für seinen früheren Trainer Serdarusic übersetzte. Lindgren hatte den Kontakt zu Fraatz hergestellt, der seinen Urlaub nutzte, um bereits am Freitag nach Göteborg zu fliegen. Und dass „Scholle“ so am Sonntag das Zweitligaspiel seiner Ex-Klubs aus Nordhorn und Essen verpasste, war um so leichter zu verschmerzen, weil er noch etliche andere alte Bekannte traf. Der Ex-HSGer Robert Andersson, der seinen Heimatverein IFK Ystad in der 2. Liga trainiert, war ebenso unter den Teilnehmern des Workshops wie der ehemalige THW-Kapitän Magnus Wislander, der seinen Heimatverein Redbergslids Göteborg in der Elitserien coacht. Und wenn es heute im DHB-Pokal zum erneuten Aufeinandertreffen zwischen der HSG und dem TuSEM kommt, schaut auch Fraatz von der Tribüne des Euregiums zu.