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Riesenerfolg für die HSG-Jugendarbeit;

Noa Guttzeit nimmt weitere Hürde in Richtung Jugend-Nationalmannschaft

Tendenz in der Grafschaft insgesamt positiv -.

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Fünf lange Wochen hatte Noa Guttzeit von der HSG Nordhorn sehnlichst auf Post aus Dortmund gehofft. Letzten Freitag kam dann endlich der Brief aus der Zentrale des Deutschen Handballbundes (DHB): Die Einladung zu einem weiteren Sichtungslehrgang in Berlin-Kienbaum vom 10. – 13. April. Noa gehört somit zu den besten Nachwuchsspielerinnen des Jahrganges 1996 in ganz Deutschland. „Unsere Aufgabe ist es, aus den für diesen Lehrgang eingeladenen Spielerinnen eine neue, schlagkräftige Nationalmannschaft zu formen”, sagt Jugend-Bundestrainerin Ute Lemmel. „Die 96er-Mädchen sind der dominante Jahrgang, der das Grundgerüst der neuen Auswahl stellen wird.” Das neue Team wird erstmals im September zu einer gemeinsamen Maßnahme zusammenkommen und sich langfristig auf die Qualifikation zur U17-Europameisterschaft 2013 vorbereiten.

Seit Monaten hatten sich Jana Korner, Noa Guttzeit (beide HSG Nordhorn) und Katja Berkau (SG Neuenhaus-Uelsen) auf die erste Sichtung, die im Februar 2011 stattfand, vorbereitet. Nur Guttzeit und Berkau wurden auf einem ersten Lehrgang fünf Tage lang den DHB-Trainern vorgestellt (die GN berichteten). Korner gehört zwar zu den besten drei Torhütern Niedersachsens, wurde aber leider nicht berücksichtigt.

Als einzige Grafschafterin schaffte jetzt Guttzeit die nächste Hürde. Sie gehört zu den Mädchen mit den besten Werten im Bereich Kondition, Koordination und Athletik insgesamt. Vier weitere Spielerinnen aus Niedersachsen bekamen ebenfalls eine Einladung.

Mächtig stolz sind natürlich auch die Vereinstrainer der HSG Nordhorn auf die Berufung ihres Schützlings, Simone Wegter und Reinhard Opitz. „Noa wird seit der D-Jugend von uns trainiert und begleitet“, berichtet Opitz. „Aktuell spielt sie als C-Jugendliche in der B-Jugend-Oberliga und gehört hier bereits jetzt zu den Leistungsträgern der Mannschaft. Sie ist schon immer sehr ehrgeizig, - fast schon zu ehrgeizig gewesen und träumt natürlich davon, einmal Nationalspielerin zu werden.“ Dies könnte jetzt in Erfüllung gehen.

„In den vielen Gesprächen mit Thomas Engler, dem Landestrainer des Handballverbandes Niedersachsen (HVN), wird den Grafschafter Handballvereinen insgesamt eine gute Entwicklung, besonders im weiblichen Jugendbereich, bescheinigt“, berichtet Opitz. Aktuell gehören ca. 15 Grafschafter Mädchen aus den Jahrgängen 1995 – 1997 zum aktuellen HVN-Kader bzw. nehmen regelmäßig am Stützpunkttraining in Nordhorn teil.

In naher Zukunft plant Opitz, der neben der HSG B-Jugend Oberliga-Mannschaft auch die weiblichen Auswahlmannschaften der Kreise Bentheim/Emsland trainiert, eine neutrale Plattform anzubieten, in der die besten Handballmädchen aus der Grafschaft zusammen in einer Mannschaft spielen können, ohne dass einzelne Vereine ihre Identifikation verlieren. „Dann wären wir schnell eine Handballmacht im Norden" - schwärmt Opitz, "vergleichbar wie es bereits der VfL Oldenburg und der TV Oyten-Bremen im weiblichen Bereich seit Jahren sind. Leider fehlte hierzu bisher bei den meisten betroffenen Vereinen die Bereitschaft, mitzumachen, - aber ich gebe nicht auf ..."