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gn-online.de, 11.02.2011

HSG geht in die Grundschulen

FSJ-ler leitet Arbeitsgemeinschaften – Zweitligist strebt DHB-Jugendzertifikat an

Durch die Zusammenarbeit mit der HSG Nordhorn schärfen die Nordhorner Grundschulen ihr Profil als „sportfreundliche Schule“. Und der Handball-Zweitligist erfüllt eine Anforderung für das Jugendzertifikat des Deutschen Handball-Bundes.

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how Nordhorn. Liron Bergman ist ein gefragter Mann: Der 21-Jährige, der seit September bei der HSG Nordhorn ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert, leitet seit dem Herbst in gleich vier Nordhorner Grundschulen sowie im Schulzentrum Deegfeld mehrere Handball- bzw. Fußball-AGs. Mit Erfolg: „Er kommt bei den Schülerinnen und Schülern richtig gut an“, hat Jutta Wübben, die Rektorin der Waldschule, festgestellt. Die gut angelaufene Kooperation von Verein und Schulen wurde gestern Mittag offiziell besiegelt: Vertreter der Grundschulen Stadtflur und Blumensiedlung, der Marienschule und der Waldschule sowie der HSG-Vorsitzende Thomas Kolde unterzeichneten entsprechende Kooperationsverträge.

Bergman ist der erste FSJ-ler überhaupt bei der HSG Nordhorn. Die Hälfte seiner Zeit arbeitet er für den Handballverein, die andere Hälfte ist er als AG-Leiter in den Schulen tätig. „Es geht darum, möglichst viele Kinder für den Sport und besonders für Handball zu interessieren“, sagt der HSG-Vorsitzende Kolde. Für den Stammverein des Handball-Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen ist die Kooperation ein „willkommener Einstieg in die Schularbeit“ und einer der zentralen Punkte eines künftigen Jugendkonzepts. Außerdem fordert der Deutsche Handball-Bund die Zusammenarbeit der Profi-Klubs mit den Schulen, um das DHB-Jugendzertifikat zu erhalten. „Dieses Zertifikat streben wir in den nächsten drei bis fünf Jahren an“, kündigte Kolde gestern an. Weil die HSG die Anforderungen derzeit nicht erfüllt, muss sie jedes Jahr in einen Topf zur Förderung des Handball-Nachwuchses in Deutschland einzahlen.

Doch natürlich profitiert nicht nur die HSG von der Zusammenarbeit, sondern auch die Schulen. „Die HSG hat einen hohen Stellenwert in Nordhorn“, weiß Melanie Kausch von der Grundschule Stadtflur, „da ist es leicht, Begeisterung für den Sport zu wecken.“ Die Schu- len, die allesamt den Status einer „sportfreundlichen Schule“ erworben haben und dem Sport in ihren Konzepten eine große Bedeutung zumessen, erfahren ihrer Meinung nach durch die Zusammenarbeit mit dem Zweitligisten eine große Aufwertung.

Die Profis der HSG sind bislang in die Arbeit an den Schulen nicht eingebunden – das soll sich nach Ansicht des Vereinsvorsitzenden aber ändern: „Die Handballer könnten zum Beispiel einige Einheiten übernehmen“, sagt Kolde. Die Hauptarbeit aber leistet Liron Bergman, der Woche für Woche in den Nordhorner Schulen die Sport-AGs leitet.